Das Projekt IK-EnErGie-Knoten entwickelt ein sektorgekoppeltes, bidirektionales Energiesystem für die klimaneutrale Stadt der Zukunft. Durch die intelligente Vernetzung bestehender Strom- und Wärmeinfrastrukturen sowie neue Kooperationsmodelle über Eigentumsgrenzen hinweg entsteht ein skalierbarer Energie-Hub mit Modellcharakter für Österreich. Ziel ist die Demonstration technischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Lösungen für die kooperative Nutzung erneuerbarer Energie in einem interkommunalen Kontext.
Fakten
- Projektlaufzeit: 01.05.2026 – 30.04.2029
- Projektregion: St. Ruprecht/Raab – Weiz – Gleisdorf, Steiermark
- Ziel: Aufbau eines interkommunalen, bidirektionalen Energie-Knotens für Strom und Wärme
- Schwerpunkte: Sektorgekoppelte Energieversorgung, Integration dezentraler Erzeugung, Multi-Owner-Konzepte
Herausforderungen und Lösungsansatz
Die Energiewende erfordert nicht nur erneuerbare Technologien, sondern systemische Lösungen, die technische, rechtliche und wirtschaftliche Fragestellungen verbinden. Ausgangspunkt ist ein bestehendes Energiequartier mit zwei unabhängigen Versorgern – Watzl Mühle (PV und Kleinwasserkraft) und Nahwärme St. Ruprecht (PV und Nahwärmenetz) – die bislang nur über eine Notstromleitung verbunden sind.
IK-EnErGie-Knoten erweitert diese Infrastruktur zu einem aktiven, bidirektionalen Energie-Knoten, in dem Stromüberschüsse, saisonale Wärmebedarfe und regionale Energiegemeinschaften intelligent vernetzt werden. Dabei kommen dezentrale Stromerzeugung, Power-to-Heat-Technologien, Wärmespeicher und digitale Steuerungssysteme zum Einsatz.
Das Projekt implementiert ein interdisziplinäres Konzept: Technik, Betriebsführung, Eigentumsverhältnisse und Geschäftsmodelle werden gemeinsam optimiert. Die Umsetzung erfolgt in drei Phasen: Entwicklung, Umsetzung und Monitoring.
Projektregion und Zielgruppen
Der Fokus liegt auf dem oststeirischen Wirtschaftsraum St. Ruprecht/Raab – Weiz – Gleisdorf. Zielgruppen sind Kommunen, Energieversorger, Netzbetreiber:innen, regionale Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen, die an der nachhaltigen Transformation von Energieinfrastrukturen beteiligt sind. Das Projekt liefert praxisnahe Konzepte für andere Regionen Österreichs.

Informationen
Partner:innen und Stakeholder
Die Projektkoordination übernimmt 4ward Energy Research GmbH. Weitere Partner:innen sind:
- AEE – Institut für Nachhaltige Technologien (AEE INTEC)
- Energienetze Steiermark GmbH
- EnergieZukunft WEIZplus eGen
- evon GmbH
- Landwirtschaftskammer Steiermark
- nah Wärme St. Ruprecht GmbH
- VariCon GmbH
- W.E.I.Z. Forschungs & Entwicklungs gGmbH
Fördergeber
Die Ausschreibung „Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt“ ist Teil des FTI-Schwerpunkts „Klimaneutrale Stadt“ des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und des Klima- und Energiefonds (KLIEN). Die Abwicklung erfolgt im Auftrag des BMIMI und KLIEN durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (AWS).
Projekteckdaten
- Dauer: 01.05.2026 – 30.04.2029
- Budget: 971.069 €
- Förderung: 556.955 €
Kontaktieren Sie uns
Andrea Dornhofer
T: +43 3172 603 1120
andrea.dornhofer@innovationszentrum-weiz.at


