EqualEnergy ist ein grenzüberschreitendes Projekt in der Oststeiermark und im ungarischen Komitat Zala, das die Zusammenhänge zwischen Energiearmut und den Auswirkungen des Klimawandels untersucht. Ziel ist es, gefährdete Haushalte besser zu unterstützen, ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimarisiken zu stärken und durch innovative Maßnahmen sowie die Einbindung regionaler Akteure die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Herausforderungen und Lösungsansatz
Energiearme Haushalte sind von steigenden Energiepreisen, energieineffizienten Gebäuden und den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen. Extreme Wetterereignisse wie Hitzeperioden oder Kältewellen erhöhen den Energiebedarf und verschärfen soziale Ungleichheiten. EqualEnergy begegnet diesen Herausforderungen mit einem grenzüberschreitenden Ansatz, der Klimaanpassung, Energieeffizienz und soziale Unterstützung kombiniert, um die Resilienz der betroffenen Haushalte nachhaltig zu stärken.
Methoden und Umsetzung
Das Projekt basiert auf einer Kombination aus Datenerhebung und -analyse, Dokumentenrecherchen, Interviews, Workshops und Citizen-Science-Ansätzen. Aufbauend auf einer gemeinsamen Analyse der regionalen Situation werden Strategien und Aktionspläne entwickelt. Pilotmaßnahmen wie der Einsatz von Smart Metern und Smart-Metering-Geräte in energiearmen Haushalten, Natur-basierte Lösungen sowie ein Mentoringprogramm zur Steigerung des Energiebewusstseins werden umgesetzt und evaluiert. Ergänzend fördern Exkursionen, Schulungen und Vernetzungsaktivitäten den Wissenstransfer und die Verbreitung erfolgreicher Ansätze.
Zielgruppen und gesellschaftliche Relevanz
Die Zielgruppen des Projekts sind energiearme Haushalte, insbesondere ältere Menschen, alleinlebende Personen und weitere vulnerable Bevölkerungsgruppen, sowie Gemeinden, Entscheidungsträger, Fachorganisationen und die Zivilgesellschaft. Durch die Verknüpfung von Klimaanpassung und sozialer Gerechtigkeit leistet EqualEnergy einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität, zur Verringerung von Energiearmut und zum Aufbau widerstandsfähigerer Regionen entlang der österreichisch-ungarischen Grenze.
Informationen
Leadpartner: Zala County Self-Government (HU)
Projektpartner:
HETFA Research Institute (HU)
Weizer Energie- Innovations- Zentrum (AT)
EnergieZukunft WEIZplus eGen (AT)
Projekteckdaten:
Förderprogramm: Interreg AT-HU
Dauer: Jänner 2026 – August 2028
Förderung: 647.745,20 €
Kontakt
Gottfried Köberl
gottfried.koeberl@innovationszentrum-weiz.at


