Mit der Inbetriebnahme der Agri-PV-Anlage am Kleeberg setzt die Genossenschaft EnergieZukunft WEIZplus eGen ein deutliches Zeichen für die lokale Energiewende. Die Anlage in St. Margarethen an der Raab ist Teil der ersten großen Bürgerbeteiligungskampagne in der Region WEIZplus, die insgesamt drei Photovoltaikprojekte umfasst – neben dem Kleeberg-Projekt auch Anlagen in Gleisdorf sowie am Wirtschaftshof in Weiz.
Dank der Unterstützung von 56 Bürger:innen konnten über Nachrangdarlehen insgesamt 418.000 Euro für die Finanzierung der drei Projekte gesammelt werden. Die Anlagen werden jährlich rund 550 MWh Sonnenstrom erzeugen – ausreichend für den Strombedarf von etwa 170 Haushalten – und gleichzeitig rund 180 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen.

Ein Teil der 56 Investorinnen und Investoren besichtigen
Ihre Agri-PV-Anlage. Foto: Energiezukunft WEIZplus
„Projekte wie die AGRI-PV-Anlage am Kleeberg zeigen, wie wir regionale Energieversorgung und Landwirtschaft erfolgreich miteinander verbinden können. Jede Kilowattstunde Strom, die vor Ort erzeugt wird, stärkt unsere Unabhängigkeit von internationalen Energiemärkten, hält Wertschöpfung in der Region und erhöht die Versorgungssicherheit für die Menschen. Damit eröffnen wir unseren Bäuerinnen und Bauern neue wirtschaftliche Perspektiven und leisten einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen, krisenfesten und zukunftsorientierten Energieversorgung in der Steiermark. Besonders wertvoll ist dabei, dass die Energiewende für die Menschen vor Ort sichtbar und greifbar wird: Bürgerinnen und Bürger können sich aktiv beteiligen, erleben die Vorteile regionaler Energieproduktion unmittelbar und werden selbst Teil einer nachhaltigen Entwicklung ihrer Heimatregion“, so Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer.
Günther Maier, Geschäftsführer EnergieZukunft WEIZplus eGen zeigt sich erfreut über das große Interesse aus der Bevölkerung: „Innerhalb kurzer Zeit konnten wir alle drei Bürgerbeteiligungen erfolgreich abschließen. Das zeigt, dass die Menschen in unserer Region aktiv ihre Energiezukunft mitgestalten wollen. Jedes Nachrangdarlehen ist ein direkter Beitrag zu mehr erneuerbarer Energie, zur regionalen Wertschöpfung und zum Klimaschutz. Gleichzeitig ermöglicht es den Beteiligten, direkt vom Erfolg der Projekte zu profitieren und Teil einer Bewegung zu sein, die unsere Region unabhängiger, nachhaltiger und zukunftsfähiger macht.“
Bürger:innen als aktive Partner:innen der Energiewende
Die Finanzierung der Anlagen über Nachrangdarlehen eröffnet allen Bürger:innen die Möglichkeit, direkt von den Projekten zu profitieren. Die Rückzahlung erfolgt tilgend über 10 Jahre, bei einer Verzinsung von 3 bis 5 % p.a., abhängig von der Marktpreisentwicklung. Durch diese Beteiligung bleiben die Erträge aus der Stromproduktion in der Region und stärken die lokale Wirtschaft.
Projektüberblick
- St. Margarethen am Kleeberg (Agri-PV, 300 kWp): Kombination aus Stromerzeugung und landwirtschaftlicher Nutzung, innovative Nutzung landwirtschaftlicher Flächen.
- Gleisdorf (Aufdach-PV, 20 kWp): Stromversorgung für Bürogebäude, inklusive Stromspeicher und Wallboxen zur Unterstützung der Mobilitätswende.
- Weiz (Wirtschaftshof, 200 kWp): Eigenverbrauchsdeckung von ca. 40 % am Wirtschaftshof, Überschuss in die lokale Energiegemeinschaft EnergieWerkWeiz.
Ausblick
Die drei ersten Bürgerbeteiligungsprojekte sind ein Meilenstein, aber nur der Anfang: Für 2026 sind bereits die nächsten Beteiligungsmöglichkeiten geplant, sodass Bürger:innen weiterhin aktiv an der regionalen Energiewende partizipieren können.
Mehr Infos dazu gibt es demnächst unter: https://weizplus.at/beteiligungen/
Gemeinsam WEIZplus gestalten – für eine nachhaltige, regionale und klimafreundliche Energiezukunft!

