Mit dem Ausbau der Photovoltaik-Anlage am Wirtschaftshof Weiz wird die Energiewende direkt vor Ort sichtbar. Das Projekt der EnergieZukunft WEIZplus zeigt, wie kommunale Infrastruktur und Bürgerengagement zusammenwirken, um saubere Energie regional zu erzeugen und zu nutzen.
Bereits Ende 2025 wurde im Rahmen einer Bürgerbeteiligungsinitiative ein starkes Signal in der Region gesetzt. Rund 400.000 Euro an Investitionskapital konnten mobilisiert werden – Geld aus der Region, für die Region. Ziel war die Umsetzung von drei Photovoltaikprojekten. Zwei davon, in St. Margarethen an der Raab und Gleisdorf, sind bereits erfolgreich in Betrieb. Nun richtet sich der Fokus auf das dritte Vorhaben: den Wirtschaftshof Weiz.
435 Solarmodule fangen Kraft der Sonne ein
In der Energiestra
ße 4 schreitet der Ausbau planmäßig voran. Der Baustart erfolgte am 20. April, seither wächst die neue Photovoltaikanlage sichtbar. Realisiert wird eine moderne Dachanlage, verteilt auf mehrere Gebäudeteile. Konkret entstehen Anlagen auf einem neu errichteten Flugdach sowie auf der bestehenden Fahrzeughalle. Gemeinsam mit der bestehenden Anlage ergibt sich eine Gesamtleistung von etwa 219 kWp – das entspricht in etwa dem jährlichen Strombedarf von etwa 50 bis 60 Haushalten. Insgesamt werden 435 Solarmodule installiert. Diese zeichnen sich durch eine langlebige Bauweise und hohe Leistungsfähigkeit
aus.
Strom vom frühen Morgen bis in den Abend
Hervorzuheben ist die durchdachte Ausrichtung der Module: Durch eine Ost-West-Verteilung wird die Stromproduktion gleichmäßiger über den Tag verteilt. Das bedeutet mehr nutzbare Energie in den Morgen- und Abendstunden – genau dann, wenn sie oft am dringendsten benötigt wird. Aktuell stehen die nächsten wichtigen Schritte an. Dazu zählen die Integration der bestehenden Anlage, die Installation moderner Messtechnik sowie die finale Anbindung an das Stromnetz.
Energie für den Wirtschaftshof und die Region
Die Anlage wird künftig als Überschussanlage betrieben. Das bedeutet: Der erzeugte Strom wird primär direkt vor Ort für den Wirtschaftshof genutzt. Überschüssige Energie fließt in die regionale Energiegemeinschaft oder ins öffentliche Netz. Durch die Nähe zum Transformator und das vorhandene Lastprofil kann der Eigenverbrauch deutlich gesteigert werden – mit positiven Effekten für Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Wenn alle Arbeiten planmäßig verlaufen und die Freigabe des Netzbetreibers erfolgt, ist die Inbetriebnahme für Mitte bis Ende Juni vorgesehen.
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