Forschungsprojekt SENDER – Sustainable consumer engagement and demand response

SENDER (Sustainable Consumer Engagement and DEmand Response) ist ein Forschungsprojekt aus dem HORIZON 2020 EU-Förderprogramm. Das Projekt startete im Oktober 2020 und erstreckt sich über vier Jahre.


Hintergrund
Aufgrund der kontinuierlich zunehmenden dezentralisierten Erzeugung erneuerbarer Energien benötigen die Netzbetreiber mehr Flexibilität im Netz, um die nicht vorherseh- und kontrollierbare Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen auszugleichen.

Projektziel
Als Hauptlast im Netz, und manchmal auch als Erzeuger, stehen die Verbraucher*innen im Mittelpunkt des Energiesystems und damit auch im Zentrum der Entwicklung der SENDER-Lösung. Das übergeordnete Ziel von SENDER ist die Entwicklung und Erprobung der nächsten Generation von Energiedienstleistungsanwendungen für Demand-Response, Home-Automation und -Convenience. SENDER berücksichtigt, dass die Verbraucher*innen/Prosumers im Mittelpunkt des Energiemarktes stehen, indem sie direkt in einen Co-Creation-Prozess mit anderen Teilnehmer*innen miteinbezogen werden.

Umsetzung
Um dieses Zeil zu erreichen, werden in den Demonstrationsstädten (Alginet, Espoo und Weiz) Verbrauchsdaten einzelner Haushalte gesammelt, analysiert und ausgewertet. Zu den gesammelten Daten gehören u.a. Stromverbrauch einzelner Geräte, Luftfeuchtigkeit und Lichtstärke in Wohnräumen. So entsteht im Laufe der Monitoring-Phase der sogenannte „Digital Twin“, ein Modell zur virtuellen Darstellung des Energieverbrauchs des Haushalts. Aufgrund des Digital Twins kann das System genaue Verbrauchsprognosen erstellen, welche den Netzbetreibern dabei hilft, die Netzstabilität zu gewährleisten. Das System kann zusätzlich die Steuerung des Heiz- und Kühlsystem des Hauses übernehmen (mit Einwilligung der Bewohner*innen), sodass es auf Netzschwankungen reagieren und somit auch optimal erneuerbare Energiereserven ausnutzen kann.
Während des SENDER Projektes werden weitere wichtige Themen im Bereich Energiemanagement mitberücksichtigt. Darunter Energiegemeinschaften, wo Nachbar*innen überschüssigen Strom einer Photovoltaik-Anlage untereinander austauschen und handeln können. Building as a Battery (BaaB) wird als Lösungsansatz angewandt, um Energie bei niedriger Nachfrage vorübergehend speichern zu können.

Rolle des Innovationszentrum W.E.I.Z.
Das Weizer Energie- und Innovationszentrum hat die Aufgabe, 200 Haushalte zu finden, die bereit sind, Messdaten über ihren Energieverbrauch zu liefern. Die gesamten Messgeräte werden kostenfrei zu Verfügung gestellt und im Herbst 2022 eingebaut. Diese Monitoring-Phase wird sich über zwei Jahre erstrecken.

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