Ergebnispräsentation der BGF-Betriebsbefragung 2022 - „Gesund und fit im Digitalen Wandel“

Die Covid-19 Pandemie zeigte uns, wie wichtig das Thema Gesundheit in unserer Gesellschaft ist. In der Stadt Weiz bemüht man sich um den Erhalt und den weiteren Ausbau unserer wichtigen Gesundheitsinfrastruktur sowie auch um Projekte und Maßnahmen im Rahmen der Initiative „Gesunde Gemeinde“, bei der die Stadtgemeinde schon seit Jahren aktives Mitglied ist.

Im Vordergrund des vom Innovationszentrum W.E.I.Z. geleiteten Projektes „Gesund & Fit im digitalen Wandel“ steht die „Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)“. „Mit diesem Projekt ist es Ziel, die Gesundheit von Mitarbeiter:innen am Arbeitsplatz zu fördern und gleichzeitig einen Beitrag für eine digitale Transformation von Kleinst- und Kleinunternehmen zu leisten, die durch die Pandemie – Homeoffice, Online-Kommunikation, etc. – enorm beschleunigt wurde“, so Bernadette Karner vom Innovationszentrum .W.E.I.Z.. Wie es der Projekttitel ausdrückt, wird es Betrieben mit vitalen Mitarbeiter:innen besser gelingen, sowohl den digitalen Wandel zu vollziehen als auch ihre Beschäftigten längerfristig an sich zu binden.

Ein Teil dieses Projektes ist auch eine Gesundheitsbefragung aller Weizer Betriebe, welche von Mai bis Juli 2022 durchgeführt wurde. 167 Weizer Betriebe haben daran teilgenommen. Bei einer Grundgesamtheit von rund 550 Betrieben mit zumindest einem/r Mitarbeiter:in, ergibt das eine Rücklaufquote von rund 30%. Der Großteil der teilgenommenen Betriebe hat unter 10 Mitarbeiter:innen und ist im Dienstleistungssektor tätig.

Resümee der Befragung:

  • Das Thema „Gesundheit“ hat bei den Weizer Betrieben (rund 80%) einen hohen Stellenwert.
  • Wertschätzung am Arbeitsplatz durch Eigenverantwortung, Aufstiegschancen und faire Entlohnung sowie ein gutes Arbeitsumfeld durch nette Kolleg:innen bzw. zufriedene und motivierte Mitarbeiter:innen ist für die Weizer Betriebe für einen gesunden Arbeitsplatz sehr wichtig.
  • Je größer das Unternehmen desto tendenziell eher hat man bereits Erfahrungen mit Gesundheitsthemen im Unternehmen gemacht.
  • Bei den Kleinstbetrieben werden tendenziell eher keine „klassischen“ BGF-Maßnahmen (Hintergründe: fehlende Ressourcen, Zuständigkeiten, Informationen,….) forciert.
  • Je größer die Betriebe desto interessierter ist man am Austausch mit anderen Betrieben.
  • 56 % aller befragten Betriebe (=93 Betriebe) haben grundsätzliches Interesse an BGF-Projekten.
  • 56% aller befragten Weizer Betrieben, das sind 93 Betriebe, ist bekannt, dass die Stadt Weiz im Netzwerk der „Gesunden Gemeinde“ aktiv tätig ist.
  • Zum Thema Gesundheitsförderung auf städtischer Ebene sind den Unternehmen am wichtigsten:
  • Naherholungsräume, Grünraum, Umwelt/Natur;
  • Bewegungs- & Sport & Freizeitmöglichkeiten;
  • Ernährung und regionale Lebensmittel;
  • Geh- & Radwege sowie Infrastruktur für Mobilität;
  • Thema Ernährung: Mehr als 70 % der Weizer Betriebe befürworten eine Initiative für „Gesunde Mittagsmenüs - gesundes, regionales & saisonales Essen“ - tatsächliches Interesse dafür zeigen 60 %.
  • Rund 1/3 der befragten Unternehmen möchte die Angebote der Weizer Fitnesscenter (Lifestyle, JK Sports und Fit time Ladies) in Anspruch nehmen.

Für die teilnehmnden Betriebe wurden auch zwei Preise verlost. Je einen Gutschein für einen Ernährungsworkshop erhielten der Landring Weiz und die INNOVA Austria Frauen- und Mädchenberatungsstelle.

Statements zu den Befragungsergebnissen:

Erwin EGGENREICH, MA MAS, Bürgermeister der Stadt Weiz
"Je länger wir Menschen vital und gesund sind, desto länger können wir einen aktiven Beitrag für die Gesellschaft und für ein selbstbestimmtes Miteinander leisten. Das ist das Ziel, das wir in der Stadt Weiz als Mitglied der Initiative „Gesunde Gemeinde“ mit vielen Maßnahmen und Gesundheitsprojekten zu Themen wie Ernährung, Naherholung, sanfte Mobilität, Freizeit, Sport und vielen mehr verfolgen. Damit wollen wir als Gemeinde Verantwortung für unser Bürgerinnen und Bürger sowie auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Betriebe der Stadt Weiz tragen. Die Ergebnisse dieser Befragung zeigen, dass das Thema Gesundheit noch mehr an Bedeutung gewonnen hat und unsere bisherigen Aktivitäten wahrgenommen werden".

Mag. Michaela BAUER MPH MA, Referentin für Gesundheit, Soziales und Generationen
"Wie die Betriebsbefragung gezeigt hat, ist gesundes Essen ein großes Thema für unsere Weizer Betriebe. Wir sind sehr froh, gleichzeitig das Projekt „Weiz is(s)t gesund“ mit Styria Vitalis durchgeführt zu haben. Daraus ist ein gesunder, regionaler Mittagsteller entstanden, bei dem sechs Weizer Gastbetriebe mitgearbeitet haben. Dieser Mittagsteller ist ein neues Angebot für alle Mitarbeiter:innen in unserer Stadt für mehr Bewusstsein für regionales und gesundes Essen".

Dr. Gert LANG, Fonds Gesundes Österreich
"Faktoren für die Gesundheit von Menschen sind vielfältig. Der Ansatz der Gesundheitsförderung berücksichtigt diese auf unterschiedlichen Ebenen. Das vom FGÖ geförderte BGF-Clusterprojekt in der Stadtgemeinde Weiz setzt insbesondere auf Ebene der ansässigen Betriebe und auf Ebene der Region an. Ziel ist die Kenntnis der gesundheitsförderlichen Ausgangs- und Rahmenbedingungen sowie die Ableitung von geeigneten verhältnis- sowie verhaltensorientierten Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung".

Mag. (FH) Martin STERING, ÖGK – Servicestelle BGF Steiermark
„Betriebliche Gesundheitsförderung wirkt nachhaltig und ist sowohl für Unternehmen als auch deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen gewinnbringend. Wir als BGF-Servicestelle Steiermark der Österreichischen Gesundheitskasse bieten unseren Partnerunternehmen ein umfangreiches Unterstützungsangebot für alle Unternehmensgrößen – vom Kleinstbetrieb bis hin zum Großbetrieb. Unter www.gesundheitskasse.at/bgf finden Sie nähere Informationen über unsere kostenlosen Serviceleistungen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!“

Gerald KONRAD, Vivum Unternehmensberatung OG
"Unser Anliegen ist es, sinnvolle, partizipative und nachhaltige Gesundheitsprojekte zu begleiten, die allen Beteiligten den größtmöglichen Nutzen bringen. Unsere Aufgabe liegt darin, belastende Faktoren der Firmen zu erheben und mit den bestehenden Potentialen der Firmen zu verbinden, sodass ein positives, gesundes Miteinander entsteht und das dadurch Firmen einen erfolgreichen Weg einschlagen können".

Nach der Ergebnispräsentation des Pressetermines am 25.11.2022 im Innovationszentrum W.E.I.Z., werden diese Ergebnisse auch den Weizer Betrieben zur Verfügung gestellt werden.

Für weitere Rückfragen stehen Ihnen als Ansprechpersonen im Innovationszentrum W.E.I.Z. gerne zur Verfügung:

Maga. (FH) Bernadette Karner
T: 03172 / 603-1123 oder bernadette.karner@innovationszentrum-weiz.at

Tanja Frieß
T: 03172 / 603-1122 oder tanja.friess@innovationszentrum-weiz.at

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